iPad Pro, Mac mini, MacBook Air: Die Neuheiten von Apple

Die Apple-Keynote ist vorbei und neue Produkte wurden vorgestellt. Mit den Spekulationen lag ich (und viele andere) ja am Ende gar nicht so schlecht. Ziemlich genau konnten die Daten zum neuen iPad Pro (randloses Display, USB-C) vorausgesagt werden. Auch dass ein neues MacBook Air kommt, war zu erwarten und hat sich heute Mittag bestätigt. Das erhoffte Update vom Mac mini wurde in New York schließlich ebenfalls präsentiert. Bei den Vorstellungen zum neuen Zubehör wurde wie erwartet ein neuer Apple Pencil aus dem Hut gezaubert. Nicht erfüllt wurden Erwartungen an einen neuen Mac Pro, Updates zum iMac und der Vorstellung der „Air Power“ genannten induktiven Ladematte. Diese wurde bereits letztes Jahr angekündigt, aber Apple bekommt das Ding aufgrund von technischen Probleme wohl nicht fertig.

Aber der Reihe nach. Begonnen hat der Abend mit der Vorstellung des neuen MacBook Air. Das 13,3-Zoll-Gerät hat nun ein Retina-Display, neue Prozessoren der aktuellen achten Generation, bis zu 16 GB RAM und bis zu 1,5 TB SSD-Speicher bekommen. Dazu gibt es eine neue Tastatur, ein neues Trackpad und ein neues Gehäuse aus recyceltem Aluminium in drei Farben. Eine Besonderheit: es gibt nun einen Touch ID-Sensor. Ganz ehrlich, schaut euch die Daten am besten auf der Apple-Seite an. Dort findet ihr die ausführlichsten und eben auch offiziellen Angaben. Hier geht’s lang. Ansonsten schreibt doch eh jeder Blog oder jede Seite die was mit Technik zu tun hat die Daten gerade dort ab. 😉 Worüber ich aber schreiben möchte: der Preis. Das MacBook Air geht ab sofort bei stolzen 1.349,00 EUR los. Klar kann man argumentieren, dass es z.B. der günstigste Mac mit hochauflösenden Retina-Display ist… dennoch ist der Preis wirklich hart. Meine ganz persönliche Einschätzung dazu: Apple sieht sämtliche Macs mittlerweile eher als Geräte für „Pro-User“. „Normale Consumer“ sollen wohl eher zu den iOS-Geräten wie iPads greifen, die es ja teilweise so günstig wie noch nie gibt (z.B. das iPad 2018). Und damit liegt Apple gar nicht so falsch. Ich selbst benutze eigentlich auch mehr das iPad anstelle des PCs. Selbst um hier zu schreiben. Die Geräte können heutzutage echt viele Aufgaben übernehmen, für die man früher einen „normalen“ Computer verwendet hat. Für die meisten somit mehr als ausreichend.

Das neue MacBook Air. Quelle: Apple.

Aber selbst die anspruchsvolleren Benutzer werden sich in Richtung iOS umschauen. Apple hat nämlich ebenfalls (wie erwartet) ein neues iPad Pro vorgestellt. Dieses gibt es mit 11- oder 12,9-Zoll-Liquid-Retina-Display (=Randloses Design). Dementsprechend haben die iPads nun FaceID und keinen Homebutton mehr. Der Prozessor ist ein A12X-Bionic-Chip (bis zu 35% schneller). Ebenfalls verzichtet Apple auf den Lightning-Anschluss und setzt nun erstmals bei einem iOS-Gerät auf USB-C. Damit können nun z.B. externe 4K-Displays ans iPad angeschlossen werden. Die Preise beginnen hier bei 879,- EUR. Details und die weiteren Konfigurationen gibt es hier bei Apple. Ich bin gespannt, ob nächstes Jahr dann die „nicht-Pro-iPads“ mit dem Wechsel auf ein randloses Design dran sind und es es bei den günstigeren Geräten dann am Preis ausmacht. Zum neuen iPad Pro (und nur dafür) gibt es auch einen neuen Apple Pencil. Dieser verbindet sich automatisch mit dem iPad Pro und haftet magnetisch an dessen Rand. Dabei wird er gleichzeitig aufgeladen. Mit einem Doppeltipp auf den Stift kann man z.B. zwischen ausgewählten Werkzeugen wechseln. Weiterhin bleibt aber der alte Apple Pencil im Angebot für die anderen iPads. Hier die Details zum neuen Stift.

Das neue iPad Pro in den zwei Größen. Quelle: Apple.

Die dritte Neuheit war ein aktualisierter Mac mini. Der neue Mac mini bietet jetzt mit Quad- und 6-Core Prozessoren, bis zu 64 GB schnellerem Arbeitsspeicher und superschnellem All-Flash Speicher eine ungefähr fünfmal schnellere Systemperformance und ist damit der leistungsstärkste Mac mini aller Zeiten. Hier hat sich aber auch die Zielgruppe ein wenig geändert. Früher war der mini ein günstiger Einstieg in die Apple-Welt für z.B. Wechsler von Windows-PCs. Heute ist der mini nun eher eine wirklich leistungsfähige Pro-Maschine für anspruchsvolle Aufgaben wie Videoschnitt, Programmierung etc. Passt wieder zu dem, was ich im Abschnitt zum MacBook Air geschrieben habe: die Macs sind für wirklich „professionelle“ / Anspruchsvolle Anwender, iOS-Geräte für alle anderen. Ergänzend dazu der neue Preis: es geht ab 899,- EUR los. Alle Details hier bei Apple.

Der neue Mac mini. Quelle: Apple.

Was kann man zur Keynote sagen? Alles ist teurer geworden. Das ist sicher eine Erkenntnis. Aber was hat man erwartet? Wenn selbst das iPhone mittlerweile locker die 1000,- EUR-Grenze sprengt, dann braucht man nicht erwarten, dass andere Geräte billiger werden… Dafür muss man aber auch sagen, dass Apple viele Dinge bietet, die sonst kein Hersteller liefern kann. Das wären z.B. die perfekte Verzahnung der Geräte miteinander (iCloud, Handoff, AirDrop usw.). Niemand sonst bietet ein so stimmiges Ökosystem. Dann die langen Software-Updates und der hervorragende Service (in den Apple-Stores). Außerdem sind Apple-Produkte oft qualitativ wirklich sehr hochwertig. Und schließlich bleibt noch das Argument des Wiederverkaufs. Ich selbst habe vor kurzem meinen 7 Jahre alten iMac zu einem sehr ordentlich Preis verkauft. Es gibt ja auch Möglichkeiten etwas günstiger an ein Apple-Produkt ranzukommen. Man kann z.B. ein Vorjahresmodell (neu) kaufen oder ein generalüberholtes Produkt (direkt bei Apple). Gerade weil Apple so lange Software-Updates anbietet, braucht man sich hier eher keine Sorgen zu machen.

Wie steht ihr dazu? Übertreibt es Apple mit dem Preis mittlerweile? Wie findet ihr die Neuvorstellungen? Lässt einen Kommentar da.

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